Alle Züge

Das Vokabular ist stil-unabhängig: die DNA wählt einen Namen, der Stil entscheidet, wie er ihn zeichnet. Auf dieser Seite steht jeder Name einmal – gezeichnet von genau dem Code, der auch das Blatt zeichnet.

Die Verteilung ist keine Gleichverteilung. Sie sitzt im Katalog, und sie ist bewusst schief: in den Augen und Mündern liegt die Vielfalt, denn dort liest ein Betrachter den Charakter ab. Frisuren und Kopfbedeckungen bleiben klein – ein Blatt voller Hüte ist ein Hutladen, kein Blatt voller Leute.

Augen – fünfzehn

Jede Form greift in dieselbe lokale Ellipse: der Blick verschiebt, das Lid staucht. Deshalb steht der Lidfaktor in jeder Augenform. Die Pupillengröße kommt aus der DNA – eine Nadel und ein Knopf in derselben Augenform sind zwei verschiedene Leute.

monolid ist ein Lid ohne Falte. Der obere Rand ist eine Linie: sie steigt vom äußeren Winkel flach an und fällt zum inneren steiler ab, wo eine kurze Deckfalte den Winkel abdeckt. Genau das unterscheidet sie von mandel, wo zwei gleichmäßige Bögen in zwei spitzen Winkeln zusammenlaufen. Die Iris sitzt hoch und wird vom Lid angeschnitten, statt frei in der Öffnung zu hängen. Eine der häufigsten Lidformen der Welt – dass sie hier gefehlt hat, war eine Lücke im Vokabular, keine Entscheidung; mit Gewicht 1.5 ist sie nach offen die zweithäufigste Form.

Die vierzehnte Form ist die einzige ohne Augenform: funkeln. Kein Ring, kein Lid, keine Pupille – zwei große Sterne, jeder mit eigenem Strich um die Fläche. Ohne den Strich stünde eine bunte Fläche allein in einem Gesicht, das sonst durchgehend gezeichnet ist; Fläche und Strich haben eigene Spuren und wackeln deshalb verschieden, wie bei einem ausgemalten Bild.

Alles daran streut je Seite: Zackenzahl (vier oder fünf, fünf etwas häufiger – zwei Vierzacker in einem Gesicht kommen nicht vor, das wären zwei Kreuze), Zackenlängen, Winkelversatz und Größe. Die Größe reicht von knapp einer Augenbreite bis über zwei – gedeckelt vom Platz bis zur Silhouette, denn eine Zacke, die über den Kopfrand hinaussteht, ist kein großer Stern mehr, sondern ein Fehler. Beim Blinzeln fällt kein Lid zu (es gibt keins): der Stern staucht sich zusammen. funkeln ist mit Gewicht 0.16 die seltenste Augenform – zwei große bunte Sterne sind der lauteste Kopf auf dem Blatt.

Und es ist die einzige Augenform mit einer eigenen Ebene. Jede andere sitzt im Gesicht und wird vom Pony verdeckt wie die Stirn darunter; der reine Stern ist keine Augenform, sondern ein Zeichen auf dem Kopf – unter einer Frisur läge er angeschnitten da. Er liegt deshalb über Haar und Kopfbedeckung, und nur die Brille liegt über ihm. Die Braue wandert nicht mit: sie ist ein Strich auf der Haut und gehört unter den Pony. Der Stern deckt sie dann zu – was groß genug ist, um über der Frisur zu liegen, ist auch groß genug für die Braue. Siehe Die Zeichenreihenfolge.

Der Glanzpunkt macht aus einem Loch ein Auge. Er ist ausgespart, nicht gestanzt: länglich, quer zum Licht gekippt, in Hautfarbe – und ohne Saum. Ein blasser Rand auf der dunklen Pupille sähe aus wie ein Fleck, nicht wie Licht.

Auch der Versatz des Glanzes liegt im feld: sonst rutscht er bei gedrehtem Kopf aus der gestauchten Pupille heraus. Dasselbe Feld kippt die Pupille selbst mit der Fläche, auf der sie liegt (siehe Der Stift).

Die Pupille darf im Weiß wandern, aber nicht über den Rand: ihr Weg ist (rr − pr), also der Radius abzüglich ihrer eigenen Größe. Bei geschlossenem Lid steht sie still – sonst rutscht sie im Lidschlag sichtbar aus dem Auge.

Ab lider > 0.72 ist ein Auge immer derselbe Bogen, egal welche Form. Ein Lidschlag hat keine dreizehn Varianten. zwinker ist der einzige Zug im ganzen Gesicht, bei dem die beiden Seiten verschieden sind – deshalb steht er in der Formfunktion und nicht in einer Symmetrieregel weiter oben.

Der Stern aus dem Zeichensatz

Symptom: Das Sternauge sah aus wie ein Symbol, das jemand in die Zeichnung geklebt hat.

Ursache: Vier gleich lange Zacken im rechten Winkel. Der Zirkel setzt sie genau dorthin, wo man sie erwartet.

Lösung: wuerfleStern je Kopf: vier oder fünf Zacken, jede um 0.8 bis 1.12 skaliert, jede um bis zu 0.14 im Winkel versetzt, und die Kerbe dazwischen sitzt in der Mitte der beiden Nachbarn – nicht auf dem festen Halbschritt, sonst wandert sie beim Versatz an eine Zacke heran.

Nachtrag: Der Stern hatte eine feste Größe von 0.4 Augenradien und blieb brav im Ring bei 0.7 – ein Knopf mit Zacken. Jetzt streut wuerfleSternGroesse zwischen 0.44 und 0.72, mit Ausreißern bis 0.36 und 0.92. Die großen ragen mit den Zacken über den Ring hinaus; die Fläche liegt über dem Strich, nicht darunter. Wandern darf der Stern nur, soweit er kleiner ist als der Ring.

Münder – elf

Ein Mund hat zwei Zustände: den seiner DNA und den offenen. Der offene gehört zu keiner Form – ein sprechender Mund sieht bei allen gleich aus. Deshalb steht er vor der Fallunterscheidung, und ab oeffnung > 0.16 sind alle elf Formen eine Ellipse mit Zunge.

Die vier geschlossenen Grundformen (strich, laecheln, klein, welle) sind keine Zeichenschritte, sondern eine Datentabelle LINIEN. Das hat einen einzigen Grund: das Herz braucht eine von ihnen als Unterlage und muss dafür wissen, wo ihr Scheitel liegt.

Das Herz ist eine Auflage

lippen ist keine eigene Mundform. Darunter liegt eine ganz gewöhnliche geschlossene Linie, und die läuft links und rechts über das Herz hinaus – so, wie man Lippen zeichnet, ohne den Mund neu zu erfinden. Die Welle scheidet als Unterlage aus: zwei Schwünge übereinander sind zwei Aussagen.

Der Fladen unter der Linie

Symptom: Bei manchen Gesichtern war das Herz keine Herzform mehr, sondern ein breiter Klecks unter dem Mund.

Ursache: Die Höhe des Herzens war an der Mundhöhe gemessen. Die ist bei einem flachen Gesicht ein Bruchteil der Mundbreite – das Herz wurde in der Breite groß und in der Höhe zusammengedrückt.

Lösung: Beide Achsen messen an der Breite. Dazu drei gewürfelte Maße je Kopf: Breite, Höhe, Tiefe der Kerbe. Eine tiefe Kerbe macht aus dem Herz übrigens eine Tulpe – deshalb reicht sie nur bis 0.85.

Drei Wellen statt zwei Bögen

Symptom: Bei kleiner Kerbe war die Oberkante des Herzens nicht rund, sondern eine Reihe aus drei Buckeln.

Ursache: Gipfel (±0.26) und Flanken (±0.1) lagen als feste Punkte in der Liste, und nur der Mittelpunkt hing an der Kerbe. Unterhalb von etwa 0.4 stand die Mitte damit höher als ihre eigenen Flanken: neben den zwei Bögen wuchs ein dritter.

Lösung: Die Oberkante ist ein Bogen, in den die Kerbe als Glocke einschneidet (herzPunkte). Die Glocke läuft an ihrem Rand mit Steigung null aus, sitzt also ohne Knick auf dem Bogen; bei kerbe = 0 bleibt eine runde Kuppe übrig, und die Schultern der Bögen entstehen erst durch den Einschnitt.

Und das Herz sitzt mittig auf dem Scheitelpunkt seiner Linie, nicht auf dem Mundanker: sonst hinge es unter einem Lächeln in der Luft.

Zähne brauchen Fläche

zaehne ist eine Linse – oben fast gerade, unten der Bogen –, gefüllt in Hautton, mit vier Zahnstrichen von oben nach unten. hasenzahn sind zwei Rechtecke, die auf der Lippenlinie sitzen und nach unten ragen, ebenfalls Fläche in Hautton mit Tintenrand.

Ohne Fläche liest sich das Gitter als zweiter Mund und der Hasenzahn als Zaun. Die drei Zahnstriche, die einmal im grinsen standen, waren dagegen zu kurz und lasen sich als Fussel – Zähne haben jetzt eine eigene Form.

Nasen, Brauen, Backen, Zeichen, Bärte, Kragen, Zierrat

Nasen

Eine Nase ist ein offener Strichzug, kein Umriss – bis auf knopf, und der ist ein geschlossener Bogen, kein Kreis. Sie zeigt in Blickrichtung: ein nach rechts gedrehter Kopf hat keine nach links zeigende Nase.

Dazu lehnt sie sich mit der Drehung – lehn = yaw * 0.5, angewandt auf die lokale x-Koordinate in Abhängigkeit von der Höhe. Die Nase steht vom Gesicht ab; sie kippt im Bild deshalb weiter als die Haut, auf der sie sitzt.

Brauen

Eine gehobene Braue ist das billigste und deutlichste Zeichen dafür, dass jemand etwas bemerkt hat: wach hebt sie um bis zu 0.38 Braugrößen an. Zusammen mit den kräftigeren Backen und dem Kopf, der ein Stück steigt, ist das die ganze Reaktion auf den Zeiger – mehr wäre Zappeln.

Die Richtung erzählt den Rest: schraeg ist innen tief, außen hoch – der prüfende Blick. sorge ist genau andersherum.

Backen

rosig sind fünf Kritzelstriche verschiedener Länge, mit Versatz, von Hand gesetzt – keine Reihe, keine Ringe. Sie sind das Markenzeichen des Stils und werden bei Aufmerksamkeit kräftiger, als würde jemand rot.

punkte ist der klassische rote Punkt: rund, aber von Hand – leicht oval, ein wenig gekippt, mit dem Wackel des Stifts. Seine Größe ist je Kopf gewürfelt, vom Tupfer bis zum Apfel.

Sommersprossen haben eine eigene Farbe (sprosse, ein warmer Ton zwischen Rot und Braun), keine Tinte: graue Punkte auf der Wange lasen sich als Stoppeln oder Schmutz.

Das Zifferblatt auf der Wange

Symptom: Sieben Sommersprossen sahen aus wie eine Uhr.

Ursache: Sieben Punkte auf einem Ring in gleichen Winkelabständen sind ein Zifferblatt, und das Auge erkennt es sofort.

Lösung: Der Goldwinkel (2.399 rad) mit wachsendem Radius – dieselbe Anordnung wie Kerne in einer Sonnenblume, die nie ein Muster bildet. Dazu bekommt jede Sprosse eine eigene Spur: sieben gleiche Formen wären sieben Stempel.

Die Backen sitzen auf der Wange, nicht am Ohr (min(0.9, augeU + 0.22)): weiter außen kippt die Fläche weg, und aus fünf Strichen wird einer. Und sie halten Abstand zum Auge, auch zu einem großen.

Zeichen

Augenringe, Schraffur an der Schläfe, Stirnfalten. Alles blass, dünn – und ruhig. Feine Nebenlinien, die mitkochen, lesen sich nicht als Zittern der Hand, sondern als Flackern des Bildes.

Der Augenring hat einen Bogen, in gut einem Viertel der Fälle zwei (ringBoegen in den Kopfdaten). Zwei Bögen an jedem Kopf waren ein Muster, kein Merkmal. Der Bogen liegt am Auge, nicht auf der Wange: seine Enden stehen auf Höhe der Lidwinkel, in der Mitte sackt er knapp unter den Augapfel, und er ist breiter als die Pupille – ein schmaler Bogen weit unten ist eine Lachfalte.

Die Schraffur sitzt auf einer Schläfe. Beidseitig wäre sie ein Muster, einseitig ist sie eine Eigenheit. Welche Seite, steht in den Kopfdaten des Stils und nicht in der DNA – es ist eine Handschrift, keine Identität.

Das vierte Zeichen ist keine Nebenlinie: der Wangenbogen. Die Wange drückt von unten ins Auge und verdeckt seinen unteren Rand – ein Kneifen oder Grinsen. Er ist das Gegenstück zum Augenring (Wange hoch statt Haut hängend) und steht deshalb in derselben Kategorie: ein Gesicht hat das eine oder das andere, nie beides. Und er braucht einen Augapfel, den er anschneiden kann; bei Strich, Kreuz oder Lachbogen fällt er im Katalog aus der Tabelle (WANGENBOGEN_AUGEN).

Er wird nicht auf der Haut gezeichnet, sondern im Augenzug: das Auge wird durch ein Fenster oberhalb des Bogens gezeichnet (ctx.clip), der Bogen darüber. Eine Hautfläche als Verdeckung müsste den Schatten der Kopffläche nachbilden und läge über den Backen; ein Beschnitt malt nichts, er lässt weg. Der Strich deckt die Schnittkante, weil er breiter ist als sein Wackeln, und der Beschnitt folgt derselben abtasten-Kurve wie der Strich. Beim Lidschlag blasst er aus und fehlt ganz, sobald das Auge zu ist – ein zweiter Bogen unter dem geschlossenen Lid wäre ein doppeltes Lid.

Vier Streuungen je Kopf, aus den Kopfdaten: wie hoch die Kuppe ins Auge ragt (von rund bis fast gerade), wie weit sie außen ausläuft, wie stark sie kippt (außen hoch, innen tief – die Wange kommt von außen unten), und ob sie auf beiden Wangen sitzt oder nur auf der Zeichen-Seite. Beim offenen Auge mit seinem blassen Unterlid ist der Bogen dünner und blasser (AUGAPFEL[typ].sanft): die Wange darf nicht kräftiger sein als das, was sie verdeckt.

Der Stummel und die Haken

Symptom: Bei schmalen Köpfen ragte der Bogen über die Kontur. Abgeschnitten blieb ein Stummel, der wie ein Strich unter dem Auge aussah. Und der Bogen selbst las sich als Gerade mit zwei Haken an den Enden.

Ursache: Kein festes Auslaufmaß trifft jeden Schädel – bei schmalen sitzen die Augen nah am Rand, bei breiten weit davon. Und eine Halb-Ellipse bis an π und 2π gezeichnet fällt an den Flanken steil ab; die Kuppe ist flach, die Enden knicken.

Lösung: Der Bogen wird gegen den um sechs Prozent eingezogenen Umriss geprüft; passt er nicht, wird er als Ganzes schmaler, bis knapp an den Augapfel – und fehlt, wenn auch das nicht reicht. Gezeichnet wird nur die Kappe der Ellipse (1.15π bis 1.92π), um 1/cos(0.15π) gestreckt: stetige Krümmung, ein Oval.

Bärte

Der Schnauz ist eine MASSE, kein Strich: zwei Flügel in Haarfarbe mit Tintenrand, breiter als die Nase. Jeder Flügel wölbt sich von der Mitte hoch, fällt nach außen ab und läuft in eine Spitze aus; in der Mitte bleibt eine Kerbe.

Der zwirbel hat dieselben Flügel, aber jeder läuft in einen Schwanz aus, der sich nach außen und dann nach oben in eine kleine Locke dreht – dort schmiegt sich nichts an, sonst wäre die Locke keine. Der walross ist kein Flügelpaar, sondern eine Masse, die aus der Nase hängt: oben schmal unter der Nasenspitze, nach unten breiter, bis er mit 1.75 Mundhalbbreiten deutlich über den Mund hinausreicht; unten folgt er der Mundoberkante zur Hälfte, bleibt über den Winkeln frei, fällt jenseits der Winkel leicht ab und lässt einen Streifen Haut zur Linie, im Innern ein paar Strähnen. Über die Mundlinie hängt er nicht – das verlangte eine Ebene über dem Mund –, und über dem Herz gibt es ihn nicht: eine dunkle Masse dicht über einer roten Fläche liest sich als aufgerissener Mund mit Zunge.

Die stoppeln spannen sich vom Mund bis zum Kinn: jeder Punkt beginnt drei Schutz unter der Unterkante des Mundes an seiner Stelle (neben dem Mund an dessen tiefster Stelle, sonst kletterten sie neben einem Lächeln auf Winkelhöhe) und das Feld reicht bis zum unteren Pol des Schädels, nach unten schmaler. Jede dritte Stoppel wird zum Kinn hin kräftiger. Vorher lag das Feld in fester Tiefe unter dem Anker – bei einem langen Gesicht hing es mitten auf der Wange.

Der Schnauz rät den Mund

Symptom: Der Schnauz saß über einem Strich richtig, über einem Lächeln zu tief, über dem offenen Mund im Mund – und die Mundlinie übermalte ihn, weil ihre Ebene darüber liegt.

Ursache: Der Bart wusste vom Mund nur eine Zahl: "0.18 Mundhöhen über dem Anker". Der Mund selbst war ein switch mit Zügen, keine Form, aus der man ablesen kann.

Lösung: mundForm – der Mund als Daten, siehe oben. Der Bart liest die Oberkante dieses Mundes, die Stoppeln die Unterkante. Dasselbe Muster wie NASEN_TIEFE, nur ohne Tabelle: die Form ist da, bevor gezeichnet wird.

Der Walross wächst zum Kinn hinaus

Symptom: Bei einem Kopf mit wenig Platz zwischen Nase und Mund lief der Walross als Balken bis unter den Hals.

Ursache: Sein Durchhang außerhalb der Mundwinkel wurde durch die Strecke "Bartweite minus Winkelabstand" geteilt. Ist b klein, liegen die Winkel weiter außen als der Bart reicht, die Strecke wird negativ, und aus dem Bruch wird eine große Zahl mit dem falschen Vorzeichen.

Lösung: Die Unterkante ist an die Mundbreite gebunden, nicht an b, und Anteile werden geklemmt. Ein Bruch, dessen Nenner von zwei Größen abhängt, braucht eine Untergrenze.

Die schwierige Frage ist nicht seine Form, sondern sein Platz.

Der Bart im Nasenloch

Symptom: Bei langen Nasen wuchs der Schnauz in die Nase, bei tief sitzenden Mündern über die Oberlippe.

Ursache: Gerechnet wurde mit den Layout-Zonen. Die Nasenzone reicht aber bis an die Mundzone – sie sagt, wo eine Nase sein darf, nicht, wo diese Nase tatsächlich endet.

Lösung: NASEN_TIEFE – wie tief jede Nasenform unter ihren Anker ragt, abgelesen aus den gezeichneten Zügen in zeichneNase. Dazwischen ein Schutzraum von 0.03, den kein Bart betritt. Wird der Platz eng, schrumpft der Bart.

Der Preis dieser Lösung steht als Kommentar über der Tabelle: ändert sich eine Nasenform, muss der Wert mit. Eine Zeichnung, die sich selbst vermisst, hat zwei Stellen, die zusammenpassen müssen – die Alternative wäre, die gezeichneten Punkte zur Laufzeit einzusammeln, und das kostet in jedem Bild mehr als die Nase selbst.

Für den Mund ist dieser Preis inzwischen bezahlt, und zwar anders: der Mund ist zuerst eine Form und dann eine Zeichnung. mundForm rechnet je Kopf und Bild Oberkante, Unterkante, Umriss und Winkel aus, zeichneMund zeichnet daraus, und der Bart liest daraus. Die untere Marke ist die Oberkante dieses Mundes über seiner Mitte plus Schutz – nicht mehr eine feste Zahl, die für den Strich stimmte und für ein Lächeln nicht. Zwei Kanten, zwei Herren: die Oberkante des Barts gehört zur Nase und bleibt starr, die Unterkante gehört zum Mund und schmiegt sich ihm zu einem Teil an (0.4) – ein Lächeln hebt die Flügel, ein Strich glättet sie, der Schwung der Skizze bleibt. Dazu scheren die Flügel an den Winkeln hoch: an der Wurzel gar nicht, an der Spitze so weit, dass sie über dem Winkel bleibt. Beim schiefen Mund kippt nur ein Flügel.

Gezeichnet wird der Schnauz im Feld des Mundes, mit Versatz nach oben, nicht in einem eigenen Feld darüber: so gehen Lippe und Bartkante durch dieselbe Abbildung und verkürzen bei gedrehtem Kopf gleich. Und er nimmt Maß an der Ruheform, nicht am plappernden Mund – Sprechen ist Sache der Unterlippe, ein Schnauz hüpft dabei nicht mit.

Der Bart liegt außerdem unter der Nase, auch in der Zeichenreihenfolge: was die Nase überlappt, verdeckt sie.

Kragen und Ohren

Fünf Varianten, und sie zerfallen in zwei Arten. rund (Gewicht 2.6) und v (0.6) sind ein Hinweis: eine Linie, kein Körper, nur der Beleg, dass der Kopf auf etwas sitzt. hemd (1.5) und wolle (1.3) sind ein Kleidungsstück – mit Stoff, Kante und Rückseite hinter dem Nacken. keiner steht bei 1.5.

Alle fünf sind derselbe Ring im Körperraum (styles/klar/kragen.ts): eine waagerechte Ellipse unter dem Kinn, parametrisiert über den Winkel φ – 0 vorn Mitte, ±π hinten. Was auf dem Kragen sitzt, sitzt bei einem φ. Drei Dinge fallen dabei ohne eine Zeile Arbeit heraus: der Ausschnitt senkt sich vorn (alle Ringpunkte liegen gleich hoch, der vordere hat aber z > 0 und damit ein größeres s = F/(F−z)), die Rippen stauchen sich zu den Seiten, und hinten ist hinten – das rückwärtige Stück wird vor der Hautfläche des Halses gezeichnet und von ihr verdeckt.

Die Drehung geht der Ring gedämpft mit: yaw zu 0.3, pitch zu 0.15, roll zu 0.32. Ein Körper dreht sich mit dem Kopf, aber weniger; ungedämpft wäre der Hals kein Hals mehr, sondern ein Sockel. Dazu ein eigener kleiner Winkel je Kopf – der Kragen sitzt schief.

Der Hemdkragen hat einen Steg am Ausschnitt, vorn von der Öffnung unterbrochen, und darauf zwei Spiegel: Oberkante am Ausschnitt, Außenecke kaum tiefer, und von dort die lange Unterkante schräg nach innen bis zur Spitze neben der Halsmitte. Der Wollsaum ist ein Band mit Profil – oben die Rolle der Strickkante, darunter fast gerade, nach unten kaum geöffnet – mit sieben bis zwölf Rippen, von denen jede vierte Strickerei eine verliert. Er darf so hoch werden, dass er den halben Hals einnimmt, und wächst dabei nach OBEN: seine Unterkante liegt fest, der Kragen verkürzt den Hals, statt sich unter ihn zu stapeln.

Die Hautfläche des Halses läuft bis an den Saum: ihr unterer Rand ist die Oberkante des Kragens, beschnitten auf die Halsbreite – vorher endete sie gerade darüber, und dazwischen blieb Papier. Wie breit der Hals im Verhältnis zum Kinn ist, streut je Kopf (Kopfdaten halsBreite, 0.75 bis 1.45): ein Stiel oder ein Stiernacken. Der Ring misst sich an genau dieser Breite.

Der Lampenschirm

Symptom: Eine flache Scheibe unter dem Kinn, durch deren Mitte ein Stiel stößt. Kein Kragen, ein Möbelstück.

Ursache: Der Ring nahm am KOPF Maß, nicht am Hals – dreimal zu weit. Ein Kragen ist keine Scheibe, sondern eine Röhre: nicht die Breite macht ihn, sondern die Höhe, um die der Hals in ihm verschwindet.

Lösung: Ring knapp über Halsbreite. Die Weite kommt aus dem, was an ihm hängt – der Wulst der Strickerei, die Spiegel des Hemds. Und der Wulst gehört nach OBEN: in der Mitte der Bandhöhe wird er zum Rettungsring.

Der zweite Kragen unter dem Kragen

Symptom: Unter dem fertigen Kragen steht ein dunklerer Schatten hervor, der aus dem Nichts kommt.

Ursache: Unter allen Teilen liegt EINE Fläche, der Grund – ohne sie blitzt zwischen Band, Spiegeln und Rückseite das Papier durch, denn jede Fläche wackelt für sich und rutscht mit dem Fehlregister. Reicht dieser Grund tiefer als das, was vor ihm liegt, schaut er unten hervor.

Lösung: Sein unterer Rand folgt der Form statt flach zu sein – beim Hemd tief in der Mitte, wo die Spitzen hängen, flach an den Seiten, wo der Steg endet.

Das Ohr hebt sich entlang der Normale vom Kopf ab, nicht in der Fläche: quer zur Oberfläche ist bei einem Anker nah am Rand kaum Platz (fx geht gegen null), und die Muschel klappte in die Wange.

Der abgefallene Henkel

Symptom: Zwischen Ohr und Kopf klafft eine Lücke. Das Ohr schwebt daneben.

Ursache: Das Ohr wurde bündig an der Haut angesetzt. Die gezeichnete Kontur ist aber eine geglättete Silhouette und liegt ein Stück innerhalb des Punktes, an dem das Ohr sitzt.

Lösung: Die Fläche greift weiter in den Kopf hinein als der Strich – ein Saum hinter der Wurzel. Bündig reicht nicht: der Rand der Fläche zittert (wackel), und an der Naht blitzte das Papier durch.

Und das Ohr hat keine Linie am Ansatz. Statt einer zweiten Kante neben der Kontur laufen die Enden seines Bogens ein Stück über sie auf die Wange und hören dort auf – so liegt das zugewandte Ohr auf dem Kopf und nicht neben ihm. Wie weit, sagt die Drehung: um den Einzug, also um genau das Stück, das der Anker sich hinter die Silhouette gedreht hat. Frontal ist das null, das Ohr sitzt an der Kante.

Gemessen wird am gezeichneten Umriss, Punkt für Punkt – nicht an einer festen Tiefe unter dem Anker. Der Kopf verjüngt sich über und unter dem Ohr; fest gemessen stände das obere Ende tief im Gesicht und das untere in der Luft. Beschnitten wird dabei nur der Strich: die Fläche greift weiter hinein, sonst blitzt an der Naht das Papier durch. Liegt das Ohr hinten, radiert die Kopffläche das Hineinlaufen ohnehin weg, und die Kontur ist seine Kante.

Das angebissene Ohr

Symptom: Beim gedrehten Kopf schrumpft das zugewandte Ohr zur Sichel am Rand, und die Kontur läuft quer durch es hindurch.

Ursache: Beide Ohren lagen unter der Kopffläche. Das ist für das abgewandte richtig – das zugewandte aber wandert mit der Drehung hinter die Silhouette (bei voller Drehung ein Zwanzigstel der Kopfbreite) und liegt dann vor der Wange, nicht an ihrer Kante.

Lösung: Eine eigene Ebene zugewandtes-ohr hinter der Kopffläche. Wer dort landet, entscheidet die Normale des Ohrankers – eine Aussage im Raum, keine Seite im Bild. Siehe Ebenen.

Zierrat

Der Ohrring hängt im Bild senkrecht, nicht im Kopfraum: Schwerkraft dreht nicht mit dem Kopf. Sein Fußpunkt sitzt am Ohr, der Ring selbst wird in Bildkoordinaten darunter gehängt.

Das Pflaster ist ein Kreuz aus zwei Streifen auf einer Wange, leicht schräg. Die Streifen sind heller als die Haut, mit Tintenrand – ein Pflaster ist eine Auflage, kein Loch.

Brillen

Drei Varianten: keine, rund, eckig. Die Begründung für ihre Bauart steht im Kapitel Raum – kurz: die Brille ist starr. Sie wird nicht über das Feld gezeichnet, das sich der Wölbung anschmiegt, sondern als echte Figur im Kopfraum: zwei Kreise in der Frontalebene, ein Steg, zwei Bügel zum Ohr, gedreht und projiziert wie der Schädel selbst.

Gelernt in der ersten Presse: Gläser, die wie die Haut verkürzen, sehen aufgemalt aus. Ein gedrehter Kopf verkürzt ein Glas nur um den Kosinus der Drehung – und das ist genau das, was ein Glas tut.

Die Tönung

Ein Glas ist nicht leer. Jeder Kopf würfelt einen Ton und eine Stärke dazu (wuerfleGlas, in den Kopfdaten ganz hinten angehängt). Die Spanne der Stärke fängt bei null an: klares Glas ist der Normalfall einer Brille, und ein Blatt, auf dem jede Scheibe getönt ist, wäre ein Sonnenbrillenladen. Nach oben reicht ein Ausreißer bis zur richtigen Sonnenbrille, die aber immer noch das Auge durchlässt.

Die sieben Töne stehen in palette.ts neben den Haut- und Haarfarben: Rauch, Tee, Bernstein, Flasche, Himmel, Veilchen, Rosé. Rauch trägt knapp die Hälfte – eine getönte Brille ist meistens grau, und die bunten Gläser sollen ein Fund sein und keine Reihe. Es sind dunkle Töne mit kleiner Buntheit, und die Wirkung kommt aus der Deckung: eine helle Scheibe mit hoher Deckung wäre Milchglas, und dahinter ist niemand mehr.

Gezeichnet wird die Tönung als Fläche im selben Rand, den auch die Fassung zieht – und zwar vor ihr: der Ring liegt über der Scheibe, sonst frisst ihm die Farbe ein Stück aus dem Rand. Warum die Fläche trocken gedruckt wird, steht in der Falle unten.

Die Farbplatte neben der Fassung

Symptom: Die Tönung saß sichtbar neben ihrem Ring – oben ein Streifen Farbe über dem Rand, unten ein heller Saum.

Ursache: Das Fehlregister der Presse ist ein festes Maß im Kopfraum. Auf der Haut ist es ein Hauch, auf einem Glas von einem Viertel Kopfbreite ein Sechzehntel seiner Breite.

Lösung: trocken, wie beim Hals am Kinn und beim Band an der Krone – die Ausnahme für Flächen, die an etwas anschließen müssen. Der Handverzug am Rand bleibt.

Ein Reflex – der helle Streifen, den ein Fenster im Glas spiegelt – war gebaut und ist wieder heraus. Er macht aus der getönten Fläche zwar eine Oberfläche, legt sich aber quer über das Auge; ein Blatt aus sechzehn Köpfen wurde davon unruhig. Ohne ihn liest sich das Glas als Filter statt als Scheibe, und das ist der ruhigere Fehler.